Fenster putzen im Herbst: der letzte Frühjahrsputz vor dem Winter

Der Herbst ist einer der besten Zeitpunkte im Jahr, um Fenster gründlich zu putzen, weil die milden, trockenen Tage vor dem ersten Frost ideale Bedingungen bieten. Ein gründlicher Herbstputz nimmt Sommerstaub, Laubschmutz und Spinnweben ab und macht die Fenster winterfest. Er ist damit so etwas wie der letzte große Frühjahrsputz vor dem Winter, nur eben im Herbst. Dieser Ratgeber erklärt, warum sich der Herbst so gut eignet, wie du bei Laub und Feuchtigkeit richtig vorgehst und wie du die Fenster gleich auf die kalte Jahreszeit vorbereitest.

Warum der Herbst der ideale Zeitpunkt zum Fensterputzen ist

Der Herbst ist zum Fensterputzen ideal, weil die Temperaturen mild sind und die Luft nach dem Sommer wieder klarer wird. Der starke Pollenflug des Frühjahrs und Frühsommers ist vorbei, und die drückende Hitze, die im Hochsommer das Putzwasser zu schnell trocknen lässt, ist ebenfalls Geschichte. Genau dieses ruhige, milde Wetter macht streifenfreie Scheiben besonders leicht. Auch die Zahl der Insekten geht zurück, sodass sich weniger neue Flecken auf frisch geputzten Scheiben bilden.

Dazu kommt der Blick auf den Winter. Sobald der erste Frost da ist, wird das Fensterputzen mühsam, weil das Wasser auf der kalten Scheibe gefriert. Der Herbst ist also die letzte gute Gelegenheit, die Fenster ohne Frostschutz und Extra-Aufwand außen zu reinigen. Wer diese Gelegenheit vor dem Frost nutzt, geht mit klaren Scheiben in die dunkle Jahreszeit, in der ohnehin jedes bisschen Tageslicht zählt.

So gesehen ist der Herbst ein letzter Zeitpunkt, an dem sich die Außenseite der Fenster bequem und ohne besonderen Aufwand reinigen lässt. Wer ihn verpasst, muss bis zum Frühjahr warten oder im Winter mit Spiritus als Frostschutz arbeiten. Ein gut getimter Herbstputz erspart dir also genau diese Mühe und hält die Scheiben über Monate klar.

Zeitstrahl über das Jahr mit den besten Zeitfenstern zum Fensterputzen

Typisch für den Herbst ist außerdem der Schmutz, der jetzt anfällt. Fallendes Laub bleibt an feuchten Scheiben kleben, in den Ecken sammeln sich nasse Blätter, und an Rahmen und Fensterbänken zeigen sich Spinnweben und die Reste des Sommers. Ein Herbstputz räumt all das weg, bevor es über den Winter festfriert und im Frühjahr umso hartnäckiger sitzt. Auch die ersten Regenränder aus kalkhaltigem Herbstregen lassen sich jetzt noch leicht entfernen.

So putzt du Fenster im Herbst richtig

Im Herbst putzt du Fenster am besten an einem trockenen, milden Tag und arbeitest den gröberen Laubschmutz zuerst weg. Diese Reihenfolge führt auch bei feuchtem Herbstwetter zu klaren Scheiben.

  1. Trockenen Tag abwarten. Wähle einen trockenen Herbsttag und warte am Morgen, bis der Tau abgetrocknet ist. Auf einer feuchten oder beschlagenen Scheibe lässt sich nicht sauber arbeiten.
  2. Laub und Spinnweben entfernen. Nimm zuerst das lose Laub, die nassen Blätter aus den Ecken und die Spinnweben von Rahmen und Fensterbank ab. So landet dieser grobe Schmutz nicht später auf der frisch geputzten Scheibe.
  3. Rahmen und Dichtungen abwischen. Wische den Fensterrahmen und die Dichtungen mit warmem Wasser und wenig Spülmittel ab. Im Herbst sitzt hier oft ein feuchter Schmutzfilm, der sich jetzt noch leicht löst.
  4. Scheibe streifenfrei putzen. Wasche die Fensterscheibe mit wenig Reinigungslösung ein und ziehe das Wasser von oben nach unten sauber ab. Da die Herbstsonne tief steht und das Glas kaum aufheizt, gelingt das streifenfreie Ergebnis meist besonders leicht.
  5. Trocken nachpolieren. Nimm das Restwasser an Rändern und Ecken mit einem trockenen Mikrofasertuch auf. Gerade bei der feuchten Herbstluft ist das trockene Nachpolieren wichtig, damit nichts schlierig antrocknet.

Ein Vorteil des Herbstes ist die tief stehende, milde Sonne. Sie heizt das Glas kaum auf, sodass du auch bei etwas Sonnenschein arbeiten kannst, ohne dass das Wasser sofort trocknet. Trotzdem bleibt ein leicht bewölkter Tag die sicherste Wahl. Wie das streifenfreie Putzen grundsätzlich funktioniert, steht unter Fenster streifenfrei reinigen.

Weil der Herbst oft nass ist, lohnt sich der Blick auf die Wettervorhersage. Ein trockenes Zeitfenster von wenigen Stunden reicht schon, um einen Durchgang zu schaffen. Plane den Putztag lieber kurzfristig nach dem Wetter, statt ihn fest im Voraus festzulegen, dann erwischst du zuverlässig einen trockenen Moment.

Vorbereitung auf den Winter

Der Herbstputz ist der richtige Moment, um die Fenster gleich auf den Winter vorzubereiten. Reinige die Dichtungen gründlich und reibe sie danach mit etwas Pflegemittel oder einem Hauch Vaseline ein. Gepflegtes, geschmeidiges Gummi bleibt auch bei Frost elastisch, schließt dicht und hält die Kälte draußen. Spröde, ungepflegte Dichtungen reißen dagegen im Winter leichter ein.

Das dichte Schließen der Fenster spart im Winter Heizenergie, weil weniger warme Luft entweicht. Ein paar Minuten Dichtungspflege im Herbst zahlen sich also über die ganze kalte Jahreszeit aus. Prüfe bei der Gelegenheit auch, ob sich Fenster und Griffe leicht bewegen lassen, und öle die Beschläge bei Bedarf.

Nimm bei der Gelegenheit auch den Insektenschutz ab und reinige ihn, bevor du ihn über den Winter einlagerst. So ist er im Frühjahr sofort wieder einsatzbereit und gibt bis dahin keinen Staub mehr an die Scheibe ab. Auch Außenrollläden und ihre Führungsschienen freuen sich über eine letzte Reinigung, bevor Frost und Nässe kommen.

Nach diesem Herbstputz brauchst du die Außenseite im Winter meist gar nicht mehr anzufassen. Falls doch ein Fenster zwischendurch dran ist, hilft der Ratgeber Fenster putzen im Winter, und wie tief die Minusgrade gehen dürfen, klärt Fenster putzen bei Minusgraden. Das sommerliche Gegenstück zum Herbstputz ist der Frühjahrsputz für Fenster.

Häufige Fragen zum Fensterputzen im Herbst

Wann sollte man im Herbst die Fenster putzen?

Im Herbst putzt du die Fenster am besten an einem trockenen, milden Tag, bevor der erste Frost kommt. Ideal sind die Wochen im September und Oktober, wenn die Temperaturen noch angenehm und die Tage oft klar sind. Warte morgens am besten, bis der Tau vollständig abgetrocknet ist, damit die Scheibe wirklich trocken ist.

Wann ist der letzte Termin zum Fensterputzen vor dem Frost?

Der letzte gute Termin zum Fensterputzen liegt kurz vor den ersten Nachtfrösten, in vielen Regionen im späten Oktober oder November. Solange die Temperaturen tagsüber deutlich über null Grad liegen, kannst du außen ohne Weiteres putzen. Danach wird das Wasser auf der kalten Scheibe schnell fest und das Putzen ohne Frostschutz mühsam.

Sollte man im Herbst die Dichtungen einfetten?

Die Dichtungen solltest du im Herbst reinigen und leicht einfetten, damit das Gummi über den Winter geschmeidig bleibt. Gepflegte Dichtungen schließen dichter, halten die Kälte draußen und sparen Heizenergie. Verwende dazu ein spezielles Pflegemittel für Gummidichtungen oder einen Hauch Vaseline.

Muss man im Herbst auch das Laub und die Rahmen mitreinigen?

Im Herbst gehört das Entfernen von Laub und Schmutz an Rahmen und Fensterbank unbedingt dazu. Nasse Blätter kleben an den Scheiben und sammeln sich in den Ecken, dazu ziehen sich Spinnweben an Rahmen und Fensterbank. Wer das jetzt abnimmt, verhindert, dass der Schmutz über den Winter festfriert und im Frühjahr umso hartnäckiger sitzt.