Fenstersauger im Test: die besten Akku-Modelle im Vergleich

Ein Fenstersauger nimmt das Schmutzwasser nach dem Einwaschen von der Scheibe ab, statt es mit dem Abzieher von Hand abzuziehen, und hinterlässt bei richtiger Anwendung keine Tropfen auf Fensterbank und Boden. Die besten Modelle kommen von Kärcher, dazu treten Bosch, Leifheit und Einhell an. Entscheidend im Test sind Akkulaufzeit, Tankvolumen, Saugbreite und Gewicht. Dieser Vergleich zeigt die empfehlenswerten Geräte im Überblick, erklärt die Technik und die wichtigsten Kaufkriterien und beschreibt Schritt für Schritt, wie du mit dem Fenstersauger streifenfrei arbeitest.

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Fenstersauger-Vergleich

Die folgende Tabelle stellt die verbreiteten Akku-Fenstersauger gegenüber, sortiert nach Empfehlung. Sie zeigt die wichtigsten Kennzahlen aus dem Test: Akkulaufzeit, Tankvolumen, Saugbreite und Gewicht. Die Preise sind Orientierungswerte und können abweichen, der aktuelle Stand steht beim jeweiligen Anbieter.

ModellAkkulaufzeitTankvolumenSaugbreiteGewichtPreis ca.Bewertung
Kärcher WV 6 Plusbis ca. 100 Min150 ml28 cmca. 0,7 kg80 bis 110 €Testsieger
Kärcher WV 7 Signature Linebis ca. 100 Min150 ml28 cmca. 0,7 kg100 bis 130 €Premium
Kärcher WV 5 Premiumbis ca. 35 Min100 ml28 cmca. 0,6 kg60 bis 90 €sehr gut
Bosch GlassVACbis ca. 30 Min100 ml2 Düsenca. 0,7 kg45 bis 70 €gut, leicht
Leifheit Dry und Cleanbis ca. 35 Min100 ml28 cmca. 0,7 kg40 bis 70 €gut
Kärcher WV 2bis ca. 30 Min100 ml25 cmca. 0,5 kg40 bis 60 €Einstieg
Leifheit Nemobis ca. 35 Min100 ml28 cmca. 0,7 kg40 bis 60 €gut
Einhell (Akku-System)akkuabhängig100 ml25 cmca. 0,6 kg50 bis 80 €für PXC-Nutzer
Budget-Modell ohne Markekurzkleinschmalleicht25 bis 40 €mit Einschränkungen

Wer einmalig ein gutes Gerät kaufen möchte, liegt mit dem Kärcher WV 6 Plus richtig, weil er lange Akkulaufzeit, großes Tankvolumen und einen wechselbaren Akku verbindet. Wer weniger ausgeben will, findet mit dem Kärcher WV 2, dem Bosch GlassVAC oder einem Leifheit-Modell solide Alternativen. Von sehr günstigen No-Name-Geräten ist eher abzuraten, weil sie oft nach kurzer Akkulaufzeit schwächeln.

Testsieger und Empfehlungen

Aus dem Vergleich lassen sich mehrere Empfehlungen für unterschiedliche Ansprüche ableiten. Jedes Gerät hat Stärken und Schwächen, die im Folgenden mit Pro und Contra aufgeführt sind. Wichtig vorab: Das reine Reinigungsergebnis liegt bei allen Marken-Geräten nah beieinander, solange die Absauglippe intakt ist. Die Unterschiede liegen vor allem in Akkulaufzeit, Tankvolumen, Gewicht und Ausstattung, also im Komfort bei vielen Fenstern.

Testsieger: Kärcher WV 6 Plus

Der Kärcher WV 6 Plus ist der Allrounder für den ganzen Haushalt. Mit einer Akkulaufzeit von rund 100 Minuten reinigt er viele Fenster am Stück, das Tankvolumen von 150 ml muss seltener geleert werden, und der Akku lässt sich wechseln.

  • Pro: sehr lange Akkulaufzeit, großes Tankvolumen, wechselbarer Akku, saubere Verarbeitung.
  • Pro: breite Saugdüse für große Flächen, dazu eine schmale Düse für Sprossenfenster.
  • Contra: höherer Preis als Einstiegsgeräte.

In der Praxis reinigt der WV 6 Plus die Fenster einer ganzen Wohnung mit einer Akkuladung, ohne dass man an das Aufladen denken muss. Der wechselbare Akku macht ihn zugleich zukunftssicher, weil sich ein leerer Akku später ersetzen lässt, statt das ganze Gerät zu tauschen. Für die meisten Haushalte ist er damit die runde Empfehlung, die weder beim Komfort noch bei der Ausstattung Kompromisse verlangt. Preis auf Amazon prüfen

Premium: Kärcher WV 7 Signature Line

Der Kärcher WV 7 Signature Line ist das aktuelle Spitzenmodell und liegt technisch nah am WV 6 Plus, mit gleicher Akkulaufzeit und gleichem Tankvolumen. Er richtet sich an alle, die das neueste Modell mit der besten Verarbeitung möchten.

  • Pro: lange Akkulaufzeit, großes Tankvolumen, hochwertige Verarbeitung.
  • Pro: wechselbarer Akku und gutes Zubehörpaket.
  • Contra: der höchste Preis im Vergleich, gegenüber dem WV 6 Plus nur kleiner Mehrwert.

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Preis-Leistung: Kärcher WV 5 Premium

Der Kärcher WV 5 Premium ist der Preis-Leistungs-Tipp für alle, die einen Marken-Fenstersauger ohne den Aufpreis der Top-Modelle wollen. Die Akkulaufzeit ist kürzer, reicht aber für die Fenster einer normalen Wohnung.

  • Pro: bewährte Kärcher-Technik zum mittleren Preis, breite Saugdüse.
  • Pro: gutes Ergebnis ohne Schlieren bei richtiger Anwendung.
  • Contra: fest verbauter Akku, kürzere Laufzeit als der WV 6 Plus.

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Leicht und günstig: Bosch GlassVAC

Der Bosch GlassVAC ist die leichte, günstige Alternative zu Kärcher. Er liegt gut in der Hand und ist schnell einsatzbereit, hat aber eine kürzere Akkulaufzeit und ein kleineres Tankvolumen.

  • Pro: leicht, handlich, günstiger Einstieg, gute Verarbeitung.
  • Pro: zwei Düsengrößen für große und kleine Scheiben.
  • Contra: kürzere Akkulaufzeit von rund 30 Minuten, kleineres Tankvolumen.

Für eine kleinere Wohnung mit überschaubarer Fensterzahl ist der GlassVAC eine kluge Wahl, weil er günstig ist und durch das geringe Gewicht auch längeres Arbeiten über Kopf angenehm macht. Bei sehr vielen Fenstern merkt man dagegen die kürzere Akkulaufzeit, dann muss zwischendurch geladen werden. Preis auf Amazon prüfen

Alternative: Leifheit Dry und Clean

Der Leifheit Dry und Clean ist eine solide Alternative abseits der beiden großen Marken. Er reinigt zuverlässig und wird oft im Set mit Sprühflasche und Einwascher angeboten.

  • Pro: solides Ergebnis, häufig als Komplettset erhältlich.
  • Pro: angenehmes Gewicht, einfache Bedienung.
  • Contra: Zubehör und Ersatzteile weniger verbreitet als bei Kärcher.

Wer ein günstiges Komplettpaket mit Sprühflasche und Einwascher sucht und nicht auf eine der beiden Marktführer-Marken festgelegt ist, bekommt hier ein rundes Angebot zum fairen Preis. Preis auf Amazon prüfen

Einstieg: Kärcher WV 2

Der Kärcher WV 2 ist der günstigste Einstieg in die Marke. Für wenige Fenster und den gelegentlichen Einsatz reicht er aus, für große Haushalte ist die kurze Akkulaufzeit aber knapp bemessen.

  • Pro: günstiger Marken-Einstieg, leicht, einfache Bedienung.
  • Contra: fest verbauter Akku, kurze Laufzeit, kleineres Tankvolumen.

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Kärcher, Bosch oder Leifheit: welche Marke passt

Die drei großen Marken unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in Ausstattung und Zubehör. Kärcher hat den Fenstersauger als Produktgruppe geprägt und bietet die breiteste Modellpalette vom Einstieg bis zum Spitzengerät, dazu die beste Verfügbarkeit von Ersatzlippen, Akkus und Düsen. Wer langfristig plant und Wert auf Nachschub legt, ist mit Kärcher auf der sicheren Seite.

Bosch punktet mit leichten, kompakten Geräten und einem oft günstigeren Einstiegspreis, hat aber ein schmaleres Sortiment. Für alle, die bereits Bosch-Akkuwerkzeuge nutzen, kann die vertraute Bedienung ein Pluspunkt sein. Leifheit wiederum bietet solide Geräte, häufig als Komplettset mit Sprühflasche und Einwascher, und ist eine gute Wahl für preisbewusste Käufer, die nicht auf die Marktführer festgelegt sind. Einhell lohnt sich vor allem für Besitzer des Power-X-Change-Akkusystems, weil sich der vorhandene Akku weiternutzen lässt.

Zubehör, Ersatzlippen und Akkus

Ein Fenstersauger ist ein Gerät, das über Jahre genutzt wird, deshalb lohnt der Blick auf das Zubehör. Wichtig sind vor allem die Absauglippen, denn sie sind das Verschleißteil. Eine beschädigte oder verhärtete Lippe zieht Streifen, ein Satz Ersatzlippen kostet aber nur wenige Euro und stellt das saubere Ergebnis wieder her. Bei den Marktführern sind diese Lippen problemlos erhältlich, bei No-Name-Geräten oft nicht. Ersatzlippen bei Amazon

Zwei Düsengrößen erhöhen die Flexibilität: eine breite für große Scheiben und Türen, eine schmale für Sprossenfenster und enge Stellen. Bei Geräten mit wechselbarem Akku lohnt sich ein zweiter Akku, damit die Arbeit bei vielen Fenstern nicht durch eine Ladepause unterbrochen wird. Wechselakkus bei Amazon Viele Sets enthalten außerdem eine Sprühflasche mit Einwascher und ein Konzentrat, sodass das Gerät sofort einsatzbereit ist. Ist das Konzentrat aufgebraucht, passt jedes Glasreiniger-Konzentrat in die Sprühflasche, etwa das Kärcher RM 500 bei Amazon. Welches Konzentrat sich eignet, zeigt der Bestes Fensterputzmittel.

Wie funktioniert ein Fenstersauger

Ein Fenstersauger ist im Kern ein kleiner Akku-Sauger, der Wasser statt Luft aus dem Weg schafft. Nach dem Einwaschen zieht eine Gummilippe das Wasser von der Scheibe, ein Motor erzeugt Unterdruck, und das Wasser wird über einen Saugkanal in einen Schmutzwassertank gezogen. Die folgende Grafik zeigt den Aufbau im Schnitt.

Schnitt durch einen Fenstersauger

Der Ablauf ist einfach: Die Absauglippe liegt an der Scheibe an und fängt den Wasserfilm auf. Der Motor saugt das Wasser durch den Saugkanal in den Tank, wo es sich sammelt. Der Akku versorgt den Motor, und ein voller Tank wird einfach ausgekippt. Weil das Wasser sofort abgesaugt wird, tropft nichts auf Fensterbank und Boden, und es entstehen keine Ränder durch antrocknendes Wasser.

Der große Unterschied zum Abzieher liegt darin, dass der Fenstersauger das Wasser aufnimmt, statt es nur nach unten zu schieben. Beim Abzieher sammelt sich das Wasser am unteren Rand und muss dort aufgefangen werden, beim Fenstersauger verschwindet es direkt im Tank. Das macht die Arbeit sauberer, besonders bei bodentiefen Fenstern und Türen.

Akku, Motor und Saugleistung

Das Herzstück jedes Fenstersaugers ist die Kombination aus Akku und Motor. Der Akku bestimmt, wie lange am Stück gearbeitet werden kann, und ob er fest verbaut oder wechselbar ist. Fest verbaute Akkus machen das Gerät leichter und günstiger, zwingen aber bei leerem Akku zur Ladepause. Wechselakkus sind die komfortablere Lösung für große Haushalte, weil ein geladener Ersatzakku die Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzt.

Der Motor erzeugt den Unterdruck, mit dem das Wasser angesaugt wird. Für die Praxis ist weniger die reine Saugkraft entscheidend als das Zusammenspiel aus Lippe, Kanal und Motor: Eine gut anliegende Absauglippe nimmt das Wasser schon bei moderater Saugleistung vollständig auf. Deshalb reinigen auch die kleineren Modelle streifenfrei, solange die Lippe intakt ist. Angenehm ist außerdem, dass ein Fenstersauger deutlich leiser arbeitet als ein Staubsauger, weil nur eine kleine Wassermenge bewegt wird.

Kaufkriterien

Beim Kauf eines Fenstersaugers entscheiden einige Kennzahlen darüber, ob das Gerät zum eigenen Haushalt passt. Die wichtigsten Kriterien sind:

  • Akkulaufzeit und Akku: Sie bestimmt, wie viele Fenster du am Stück reinigen kannst. Rund 30 Minuten reichen für eine kleine Wohnung, für ein Haus sind längere Laufzeiten sinnvoll. Ein wechselbarer Akku ist ein großer Vorteil, weil du mit einem zweiten Akku nahtlos weiterarbeitest.
  • Ladezeit: Wie lange das Gerät zum Aufladen braucht, ist wichtig, wenn der Akku fest verbaut ist. Eine kurze Ladezeit verkürzt die Wartezeit zwischen zwei Einsätzen.
  • Tankvolumen: Ein größeres Tankvolumen bedeutet weniger Ausleeren. 100 ml reichen für einige Fenster, 150 ml sind komfortabler bei vielen Scheiben.
  • Saugbreite: Eine breite Düse reinigt große Flächen in weniger Bahnen, eine schmale Düse ist für Sprossenfenster und schmale Scheiben praktisch. Gute Geräte liegen beide Düsen bei.
  • Gewicht und Handhabung: Ein leichtes Gerät ermüdet den Arm weniger, gerade bei vielen Fenstern über Kopf.
  • Zubehör: Sprühflasche mit Einwascher, verschiedene Düsen und ein zweiter Akku erhöhen den Nutzen. Achte darauf, was im Lieferumfang enthalten ist.

Das wichtigste Kriterium ist für die meisten Haushalte die Akkulaufzeit im Verhältnis zur Zahl der Fenster. Wer viele Fenster hat, sollte auf eine lange Laufzeit oder einen wechselbaren Akku achten, damit die Arbeit nicht mitten im Einsatz stoppt. Das Tankvolumen und die Saugbreite entscheiden zusätzlich über den Komfort.

Ein oft unterschätzter Punkt ist die Frage, ob ein Gerät als Komplettset oder als Einzelgerät angeboten wird. Sets enthalten Sprühflasche, Einwascher und Reiniger und sind für Einsteiger die bequemere Wahl, weil sofort alles zusammenpasst. Wer bereits eine Sprühflasche und einen guten Einwascher besitzt, kann dagegen zum Einzelgerät greifen und spart. Auch die Bauform spielt eine Rolle: Ein gut ausbalanciertes Gerät lässt sich über Kopf leichter führen, was bei hohen Fenstern spürbar weniger ermüdet. Wer ein Modell mit vielen positiven Bewertungen im Praxistest wählt, macht selten etwas falsch, weil sich Schwächen wie eine schwache Lippe oder ein hakeliger Schalter dort schnell zeigen.

Fenstersauger richtig benutzen

Ein Fenstersauger nimmt dir das Abziehen ab, das Einwaschen aber nicht. Die richtige Reihenfolge sorgt für ein Ergebnis ohne Schlieren. Die folgende Grafik zeigt die drei Schritte.

Fenstersauger richtig benutzen in drei Schritten
  1. Einsprühen. Mit der Sprühflasche und etwas Reiniger die Scheibe gleichmäßig benetzen. Zu viel Reiniger vermeiden, weil er sonst Schlieren hinterlässt.
  2. Einwaschen. Mit dem Einwascher oder einem Mikrofasertuch den Schmutz lösen und über die ganze Fläche verteilen.
  3. Absaugen. Den Fenstersauger oben ansetzen und in überlappenden Bahnen von oben nach unten führen, sodass die Absauglippe das Wasser vollständig aufnimmt.

Zwei Details entscheiden über das Ergebnis. Erstens sollte die Absauglippe immer flach an der Scheibe anliegen, damit sie kein Wasser stehen lässt. Zweitens sollten die Bahnen leicht überlappen, damit keine nassen Streifen zwischen den Bahnen bleiben. Ein Mikrofasertuch für die Ecken und den unteren Rand rundet das Ergebnis ab, weil der Sauger dort manchmal einen kleinen Rest lässt.

Gegen Schlieren hilft vor allem, den Reiniger sparsam zu dosieren und die Absauglippe sauber zu halten. Eine verschmutzte oder beschädigte Lippe zieht Spuren, ähnlich wie beim Abzieher. Die passende Technik für streifenfreie Fenster steht auch im Ratgeber Fenster streifenfrei reinigen.

Pflege und Wartung der Absauglippe

Damit ein Fenstersauger dauerhaft streifenfrei arbeitet, braucht er etwas Pflege. Nach jedem Einsatz sollte der Schmutzwassertank geleert und ausgespült werden, damit sich keine Ablagerungen und kein Geruch bilden. Die Absauglippe wird abgewischt und auf Kerben oder Verhärtungen geprüft, denn genau hier entstehen später Streifen. Bei Geräten mit fest verbautem Akku empfiehlt es sich, den Akku nicht dauerhaft leer zu lagern, sondern gelegentlich nachzuladen, das verlängert seine Lebensdauer.

Die Absauglippe ist ein Verschleißteil und sollte gewechselt werden, sobald sie trotz Reinigung Spuren zieht. Ersatzlippen sind günstig und in wenigen Handgriffen getauscht. Wer das Gerät im Winter im Auto oder in einer kalten Garage lagert, sollte es vor dem Einsatz auf Raumtemperatur bringen, weil kaltes Gummi weniger gut anliegt. Mit dieser einfachen Routine bleibt ein guter Fenstersauger viele Jahre einsatzfähig.

Häufige Fehler beim Absaugen

Einige typische Fehler führen dazu, dass das Ergebnis trotz Gerät nicht überzeugt. Der häufigste ist zu viel Reiniger, der einen Film hinterlässt, den auch der Sauger nicht vollständig entfernt. Der zweite ist eine zu steil gehaltene Absauglippe, die nicht flach anliegt und Wasser stehen lässt. Der dritte ist fehlende Überlappung der Bahnen, sodass schmale nasse Streifen zurückbleiben, die später als Rand antrocknen.

Auch das Auslassen des Einwaschens ist ein Fehler: Der Fenstersauger nimmt zwar Wasser auf, löst aber keinen Schmutz. Ohne vorheriges Einwaschen verteilt er den Schmutz nur. Wer diese Punkte beachtet, also sparsam sprüht, sauber einwäscht und mit flacher, überlappender Lippe von oben nach unten absaugt, bekommt ein Ergebnis ohne Schlieren.

Lohnt sich ein Fenstersauger

Ob sich ein Fenstersauger lohnt, hängt von der Zahl der Fenster und den eigenen Ansprüchen ab. Für Haushalte mit vielen Fenstern, mit bodentiefen Scheiben oder mit einem Wintergarten ist er eine echte Erleichterung, weil er das Tropfen und das Auffangen des Wassers überflüssig macht. Auch wer Fenster oft und schnell sauber haben möchte, spart Zeit gegenüber dem Abzieher.

Für sehr wenige, kleine Fenster ist ein Fenstersauger dagegen nicht nötig. Hier reichen ein guter Abzieher und ein Mikrofasertuch, wie im Fensterabzieher im Test und im Mikrofasertücher für Fenster beschrieben. Das Gerät braucht außerdem einen Platz zum Laden und Aufbewahren, was in einem kleinen Haushalt eine Rolle spielen kann.

Ein Blick lohnt sich auch auf den Ressourcenverbrauch. Ein Fenstersauger arbeitet mit wenig Wasser und meist ohne oder mit sehr wenig Reiniger, weil das Wasser gezielt aufgenommen wird, statt am Rahmen herunterzulaufen. Wer bewusst mit Reiniger umgeht, reduziert damit sowohl den Verbrauch als auch die Rückstände auf der Scheibe. Über die Jahre fallen als laufende Kosten praktisch nur der Strom fürs Laden und gelegentlich eine neue Absauglippe an, beides ist gering.

Bei sehr vielen oder sehr hohen Fenstern stößt auch der Fenstersauger an seine Grenze, weil er nur so weit reicht wie dein Arm. Für Fenster in großer Höhe ist die Reinigung mit Teleskopstange und Reinwasser die sicherere Lösung, wie unter Osmose-Fensterreinigung beschrieben. Und wenn das Putzen insgesamt zu viel oder zu gefährlich wird, ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl, wie der Ratgeber Fenster selber putzen oder Profi beauftragen zeigt.

Fenstersauger oder Abzieher: die Rechnung

Rein finanziell ist der Abzieher unschlagbar günstig, ein gutes Modell kostet einen Bruchteil eines Fenstersaugers. Der Fenstersauger rechnet sich nicht über den Preis, sondern über Zeit und Komfort. Er spart das Auffangen des Wassers, hält Fensterbank und Boden trocken und ist für viele Menschen die angenehmere Art zu putzen, gerade bei großen Glasflächen.

Als Faustregel gilt: Wer nur wenige Fenster hat und selten putzt, kommt mit Abzieher und Mikrofasertuch bestens aus. Wer viele oder große Fenster hat, regelmäßig putzt oder Wert auf eine saubere, tropffreie Arbeit legt, für den lohnt sich die Anschaffung. Beide Werkzeuge schließen sich nicht aus: Viele nutzen den Fenstersauger für die großen Scheiben und den Abzieher oder das Tuch für Sprossen, Ecken und Spiegel. Auch beim Fenstersauger bleibt ein Mikrofasertuch für die Ecken und den unteren Rand sinnvoll.

Häufige Fragen zum Fenstersauger

Welcher Fenstersauger ist der beste?

Der beste Fenstersauger für die meisten Haushalte ist der Kärcher WV 6 Plus, weil er lange Akkulaufzeit, großes Tankvolumen und einen wechselbaren Akku verbindet. Wer weniger ausgeben möchte, findet mit dem Kärcher WV 2, dem Bosch GlassVAC oder einem Leifheit-Modell gute Alternativen. Entscheidend ist, dass die Akkulaufzeit zur Zahl der Fenster passt.

Lohnt sich ein Fenstersauger überhaupt?

Ein Fenstersauger lohnt sich vor allem bei vielen, großen oder bodentiefen Fenstern, weil er das Wasser sofort aufnimmt und nichts auf Fensterbank und Boden tropft. Für sehr wenige, kleine Fenster genügen ein Abzieher und ein Mikrofasertuch. Wer oft und schnell putzen will, spart mit dem Gerät spürbar Zeit.

Warum bleiben beim Absaugen Streifen oder Schlieren?

Streifen beim Fenstersauger entstehen meist durch zu viel Reiniger, eine verschmutzte Absauglippe oder zu wenig Überlappung der Bahnen. Wer den Reiniger sparsam dosiert, die Lippe sauber hält und überlappend von oben nach unten arbeitet, bekommt ein Ergebnis ohne Schlieren. Ecken und unteren Rand mit einem Mikrofasertuch nacharbeiten.

Kann man einen Fenstersauger für Duschen und Fliesen benutzen?

Ja, ein Fenstersauger eignet sich auch für Duschwände, Fliesen und Spiegel, weil er dort ebenso Wasser aufnimmt wie am Fenster. Nach dem Duschen die Glaswand abzusaugen beugt Kalkflecken vor. Auf strukturierten Fliesen funktioniert er weniger gut, weil die Absauglippe nur auf glatten Flächen sauber abschließt.

Wie lange hält der Akku eines Fenstersaugers?

Die Akkulaufzeit reicht je nach Modell von rund 30 Minuten bei Einstiegsgeräten bis zu etwa 100 Minuten bei den Top-Modellen von Kärcher. Das genügt für viele Fenster am Stück. Bei fest verbautem Akku ist zusätzlich die Ladezeit wichtig, bei Geräten mit wechselbarem Akku arbeitest du mit einem zweiten Akku ohne Pause weiter.

Braucht man für den Fenstersauger ein spezielles Fensterputzmittel?

Für den Fenstersauger genügt ein normaler Glasreiniger oder ein Konzentrat, sparsam dosiert. Viele Geräte kommen mit einer Sprühflasche und einem Einwascher, in die sich der Reiniger einfüllen lässt. Welches Produkt sich eignet, zeigt der Vergleich Bestes Fensterputzmittel. Wichtig ist, nicht zu viel Reiniger zu verwenden, damit keine Schlieren zurückbleiben.